Zwölf Kilo Bücher

An der Ausleihtheke in der Bibliothek.

„Hallo, ich befürchte, ich habe tausend Bücher bestellt.“ und lege meine Karte hin.

Sie schaut auf die Karte und liest meinen Namen und lacht und „Oh. Ja. Ich erinnere mich an den Namen.“ und holt zwölf Kilo Bücher und muss dafür dreimal laufen.

Man kennt mich! \o/ In einer BIBLIOTHEK! 

[Achievement unlocked.]

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Matratzi <3

Ein solches neues habe ich nun, und da das große Müllauto da war, liegt es nun nicht mehr in Matratzenembryonalstellung im Wohnzimmer, sondern breitbeinig auf den Lattenrosten. Und es ist toll. Gleichzeitig kam ich (immerhin noch vor Juli) auf die Idee, die Daunendecke mal gegen das Sommerstöffchen auszutauschen. Jetzt ists nachts noch schöner als eh schon.

Und weil ich ja eh schon am Sperrmüllen war, hab ich mal pseudomäßig den Keller aufgeräumt und meine neuen Alusteckregale aufgestellt (tolle Erfindung) und dabei eine Nähmaschine gefunden. Eines Tages tauchte in MEINEM Keller nämlich ein FREMDES Schränkchen auf (Unverschämtheit), und gestern entpuppte es sich als Nähdingsschränkchen; das Maschinchen ist schon etwas älter und trägt ernsthaft den Namen „Zick Zack Deluxe“, und mein Humorzentrum ist voll getroffen.

Wie dem auch sei, Sammlerwert hat es trotz Steinzeitflair nicht, also wohnt es inzwischen im Müllauto. Die Kabel natürlich vorher abgeschnitten, damit es nicht als Elektroschrott erkannt und zurückgelassen wird.

„Pseudomäßig“ im Übrigen, weil ich Kisten umherschichtete, nicht aber reinschaute und aussortierte. Aber für den Anfang ist das schon gut so und ausreichend, da alles unkoordiniert in der Raummitte gestanden hat, weil die Wände gestrichen werden wollten. Bald ist der Fußboden dran, aber das verdränge ich bis es zu spät ist. Bei der Gelegenheit guck ich dann in die Kisten. Erstmal nur gucken.

Nächte

Nach der ultraschlechten Nacht auf Dienstag dachte ich ja, es kann nicht schlimmer kommen. Aber es konnte, obwohl ich alleine im Bett lag, und obwohl ich eigentlich Queen Sleep bin. Gestern ewig umhergewälzt, dann einen Traum gehabt, der seinesgleichen sucht (im negativen Sinne), total erschüttert und verärgert aufgewacht und das Gefühl, wie üblich, noch eine Weile konserviert. Da half es nicht, dass ich vergessen hatte, den Wecker zu stellen, und eine Stunde zu spät aufwachte. (Props an die Vögel vorm Fenster, dass es nicht fünf Stunden geworden sind.) Vielleicht liegt das alles auch an der derzeitigen beruflichen Aufregung*, aber mimimi, das soll weggehen.

*Erwähnte ich, dass ich jetzt Führungskraft für neun Personen bin? Ich sag nur Jungfrau und Kind. „Hättest du mich vor nem Jahr gefragt…“, aber das hab ich schon so oft gesagt, dass es mittlerweile langweilig ist.

Fazit von Allem: Alles wird natürlich gut. :-)

Nachholbedarf

Im letzten April sind wundersame Dinge passiert, die zwar recht bald ganz und gar nicht mehr wundersam waren, aber egal, Potential war definitiv vorhanden. :-D Partiell abergläubisch wie ich bin, müsste ich eigentlich eine Wiederholung anstreben; ich bin aber am entscheidenden Tag nicht da. Verschieben wir das Wunder also auf den Mai, nichts leichter als das – ein angeklebter Schnurrbart zur Tarnung sollte genügen. :-)

Zwei wunderschöne Dinge…

…inmitten dieses großen Haufens Shitkram, der hier so rumliegt und anfängt zu schimmeln und an mir zu kratzen.

Erstens: Billy Nobbler. („Dich braucht doch niemand.“ „Das stimmt. Mich braucht man nicht.“) Schockverliebt und zu Tränen gerührt. Der erste Teil hier; den Rest (des ersten Teils) findet man, wenn man das möchte – wobei Billy erst in Part 2 von Teil 1 in alle Herzen, die nicht komplett kalt sind, hineinpaddelt.

Zweitens: Lars. (Auch hier findet man mit wenig Mühe die anderen drölfhundert Teile.) Ich habs mittlerweile durchgespielt und verlange unverzüglich einen zweiten Teil. Dass die Entwicklungszeit rund ein Jahrzehnt betrug und Ueda offenbar grundsätzlich keine zweiten Teile macht, interessiert mich gar nicht.

Gehirne haben einen merkwürdigen Humor.

Eltern rollen ihr Kind mit Wonne,

quer über’n Platz in einer Tonne.

Dahinter treiben’s die Kinder bunt,

bemalen mit Fingern Nase und Mund.

Dieses kleine Gedicht habe ich in meiner Grundschulzeit gelernt und kann es seitdem auswendig. Du kannst mich nachts wecken und ich trage es vor. Ratet, wann ich es NICHT konnte? Richtig. Als ich auf der kleinen Bühne beim Grundschulfest stand und es in ein Mikrofon sagen sollte, und daraufhin mit hochrotem Kopf meinen Spickzettel aus der Tasche meiner verwaschenen lila Cordhose kramte.

Fiel mir nur so gerade ein.

Der Tag kann weg.

Erst – mal wieder – beschissen geträumt (schweren Autounfall gehabt, niemanden hats gekümmert), und dann mit einem nur halb funktionstüchtigen Eiskratzer am Auto rumgewerkelt. In dünnem Kunstlederjäckchen, weil ich meine Winterjacke woanders vergessen habe.

Das Wochenende war auch mehr halb als ganz (gefühlsmäßig und gefühlt) und jetzt kann es eigentlich nur noch besser werden.

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