Der Bomhoff-Effekt

Der Herr Nils Bomhoff hat eine ganz sypathische Art, auf herausfordernde und neue Situationen zu reagieren. Er brummt „Mh-hmmm?“ Und das bedeutet – zumindest nach meiner Geh-du-mal-Mammuts-jagen-ich-bleib-derweil-in-der-Höhle-und-kann-deswegen-total-empathisch-sein-Auffassung – „Aha. Soso. Ich nehm das erstmal zur Kenntnis, bin aber tendenziell interessiert, und wenn ich Lust habe, beäuge ich es mal.“

Ich habe heute dringend einen Parkplatz gesucht und keinen gefunden. Und ertappte mich dabei, dass ich irgendwann „Mh-hmmm?“-brummend im Auto saß. („Aha, es ist also nichts frei? Soso. Das ist ja interessant. Aha. Mh-hm.“) Es war auf jeden Fall sehr beruhigend. Wie so ’ne Katze, die aus Nervosität schnurrt, um sich selbst zu deeskalieren.

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HNNNNNGH!

Und heute so zwischen Tür und Angel: „Du kriegst dann auch ne höhere Besoldungsstufe und einen mittleren dreistelligen Betrag mehr! Ich spar dafür anderweitig Personalkosten ein!“

Das macht es nicht besser. Und zwar in gar keine Richtung. Ich höre mich schon sagen „Nagut ich machs. Aber auf gar keinen Fall für mehr Geld, das auf dem Rücken anderer eingespart wird.“

Zu viele Entscheidungen.

Mein Chef will, dass ich stellvertretende Abteilungsleiterin werde. Und er will es so dringend, dass er, nachdem ich – in Anbetracht meines nebenberuflichen Studiums – nein sagte, nun die Personalabteilung fragen will, ob wir die Entscheidung über die Stellvertretung verschieben können. 

Auf das Ende meines Studiums.

Ich schlafe momentan, wenn ich kann, 14 Stunden plus am Tag. Ich spiele mit dem Gedanken, das noch ein wenig auszuweiten.

N.u.d.e.l.n.

Ich habe heute neun Stunden gearbeitet, selbstgemachtes Essen zu Mittag gegessen, mein Auto reparieren lassen, ein neues Bügeleisen und Hartweizengrieß gekauft und Nudeln selbstgemacht.

Ich bin eine Maschine.

Haha.

Jetzt sitz ich hier und bin sehr betrübt, dass ich mit „The End Of The F***ing World“ schon durch bin, und ich habe jetzt „Dark“ angefangen, und zum ersten Mal kann ich ganz genau definieren, warum ich deutsche Filme und Serien nicht mag. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, weiß ich nicht.

Apropos Serien, ich erwähnte bisher nicht, wie gut „Suburra“ ist. Daher: „Suburra“ ist sehr, sehr gut. 

Schlafi

Nachtrag: Ja, er will. Also der Zahnarzt. <3 (Bin ja auch Privatpatienten-Gold, was will er machen, er ist auch nur ein Mensch. Aber einer, der gut Zähne machen kann. Win win.)

Nun zu den wichtigen Themen. Das Schöne daran, wenn keine wichtigen Menschen im Bett herumturnen: Man kann sich ultimative, flauschige Cozyness in Form von Leoparden-Schlafanzügen kaufen. Man verschreckt die wichtigen nicht, und bei den unwichtigen ist es egal, wenn man sie verschreckt. Totale Freiheit im Tupfenlook quasi.