Schlüsselerlebnisse

Wenn ich in mein Büro möchte, und andere Kollegen noch nicht oder nicht mehr da sind, läuft das folgendermaßen:

Ich hole mir am Eingang den Schlüssel fürs Geschäftszimmer, fahre in den siebten Stock, schließe das Geschäftszimmer auf, hole von dort meinen Büroschlüssel, schließe das Geschäftszimmer zu, schließe mein Büro auf.

Einer meiner Kollegen fand das aber offenbar zu langweilig (ja, ich bin gerade passiv aggressiv, und nein, es geht nicht anders), und änderte das Szenario wie folgt ab:

Ich komme um sechs Uhr abends aus dem Außendienst ins Büro, um schnell etwas auszudrucken und in das Postkörbchen meines Chefs zu legen. Zwei Minuten. Suche am Eingang den Schlüssel, finde ihn nicht. Fahre in den siebten Stock, denn wenn kein Schlüssel am Eingang ist, ist dieser samt einem/r Kolleg/in wohl oben. Oben angekommen, rüttle ich an allen Türen – niemand da. Ich fahre wieder runter, suche nochmal den Schlüssel. Hausmeister sieht mich suchen und fluchen. „Ich kann dir kurz den Generalschlüssel geben, aber bring ihn bitte sofort wieder runter.“ „Ich brauche oben nur zwei Minuten…“ „Egal, mach das bitte.“ Ich fahre in den siebten Stock, schließe das Geschäftszimmer auf, fahre wieder runter, suche den Hausmeister (er war eine rauchen), gebe den Schlüssel zurück. Fahre wieder hoch, schließe mein Büro auf, erledige meine Dinge (eineinhalb Minuten), schließe mein Büro ab, fahre wieder runter, suche den Hausmeister (er war unterm Tisch um aufzuräumen), hole den Generalschlüssel, fahre wieder hoch, schließe das Geschäftszimmer ab, fahre wieder runter, suche den Hausmeister (steht in der Lobby, wie praktisch), gebe den Schlüssel zurück.

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass das Geschäftszimmer am Ende des Ganges liegt und ich Schuhe anhatte, die zwar hübsch aussehen, aber eher zum Sitzen geeignet sind.

Vermutlich hat der/die Kolleg/in den Schlüssel mit nach Hause genommen. Oder er/sie erlebte eine spontane Zombieinvasion und wurde von lebenden Toten des Schlüssels beraubt.

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