Kopfkino

So. Heute war ich mal wieder in der Stammsauna 1 in E. Wurde mal wieder Zeit, zumal ich meinen Lieblingsaufgießmenschen J. mal wieder sehen wollte. Der bekam erstmal (leider) ein Update in Sachen Beziehungsstatus, nachdem er mich mit „Ei guuude, lang net mehr gesehen, wie geht’s dir? Wo haste dein Männe gelassen?“ begrüßte. Und naja, er war ziemlich überrascht und irgendwie scheint schier jeder nicht verstehen zu können, wie man mich nicht wollen könne (die kennen mich halt einfach nicht gut genug…), aber das ändert ja nichts an den Tatsachen. Ja, hm, dass die Frage von ihm kam, war ja klar, aber nun hab ich’s „hinter mir“ und er fragt künftig nicht mehr. Check.

Und da sind heute drei Sachen gewesen, die ich süß und daher erwähnenswert finde.

Im ersten Aufguss des Tages kündigte J. an, dass der nächste Aufguss ein „Leseaufguss mit Charly“ sei. Meine Synapsen assoziierten fleißig und spiegelten mir augenblicklich aufs Hirn, dass dann wohl ein Hörbuch laufen und ein schwitzender Schimpanse auf der dritten Bank sitzen werde. Charly entpuppte sich aber als bezaubernder, ungefähr 70-jähriger Mann, der mit einem Jutebeutel in den Aufguss kam, aus diesem eine Wasserflasche, eine Taschenlampe und ein Notizbuch herauskramte, und dann, mit der Taschenlampe über das Notizbüchlein gebückt, selbstgeschriebene Kurzgeschichten über Erlebtes verlas. Das war so … nett! Charly kann unheimlich gut schreiben. Und vorlesen. Nach 22 Minuten im Aufguss und drei Kurzgeschichten war ich leider kurz vorm Kollabieren, so dass ich an die Luft musste und Geschichte Nummer 4 nicht mehr hören konnte. Von solchen Leuten müsste es viel mehr auf dieser Welt geben. Ich fand es großartig.

Und dann war da ein Mann, der eine unheimlich krasse Ausstrahlung hatte. Er war groß, ziemlich dünn, aber drahtig, hatte eine römische Nase und längere schwarze Haare, die er zu einem Zopf gebunden hatte. Er sah aus, als wäre er direkt dem Film „300“ entsprungen. Die erwähnten Synapsen drehten durch und hologrammierten ihm Schild und Speer in die Hände. Er lag schräg vor mir und schaute sich einen Film auf dem iPad an, und als ich dann mal rüberschielte, sah ich, was er schaute: Twilight. Und das fand ich schräg und gleichzeitig großartig.

Und nach seiner Schicht umarmte mich J. zum Abschied mit den Worten „Mach’s gut, du Kopfkino meines Lebens. Das muss ich jetzt alles erstmal verarbeiten.“ :-D Ich bin jemandes Kopfkino! \o/ #aufschrei? Nee… so bin ich nicht… :-D

Ach, und A., falls Du das liest: Die Frösche im Teich sind geschlüpft. Also, ich hab zwar keine Babyfrösche gesehen, aber die Wabbelpunkte sind weg. Entweder wurden sie gefressen oder sie sind geschlüpft, gehen wir mal positiverweise von Letzterem aus – wer sollte denn auch Wabbelpunkte fressen wollen? …

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